Ach, wie viel ist doch verborgen, was man immer noch nicht weiß. Wilhelm Busch

Umstände verändern | Change Management | Verhaltensveränderung | Organisationsentwicklung

Wie kann ich mich "entwickeln"?

(833 Synonyme für entwickeln!)

Wie befreie ich mich von dem was mich einengt sowie hindert und an das ich mich und meine Umwelt schon gewöhnt haben? Schließlich hat mich das doch alles da hingebracht, wo ich gerade stehe!

Verhaltensänderung

Das Verhalten von Menschen besteht aus inneren Einstellungen, Gedanken und Emotionen.

Das Verhalten zeigt den Ausdruck innerer Prozesse.

Leider ist allzu viel Verhalten (Rollenanpassung) Kosmetik und Make-up, das beim nächstbesten Stress erneut noch mehr Anstrengung (alte Antreiber) aktiviert das wir darunter evtl. sogar zusammenbrechen. Ein Verhalten, welches auf Anstrengung basiert ist Teil einer Art „Jagd" - nach Selbstverbesserung, äußerem Erfolg und Erreichen eines Ich-Ideals.

Eine Verhaltensänderung ist nur möglich, wenn ich einen Sinn darin erkenne und die Folge veränderter Selbstwahrnehmungsprozesse, also ein anderes Verstehen und Wahrnehmen meiner selbst möglich ist.

Hier ist die Fähigkeit und Bereitschaft Einfühlungsvermögen / Empathie notwendig.

Empathie bedeutet sich wenigstens für ein paar Minuten voll und ganz auf die Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse zu konzentrieren und somit die eigenen Sichtweisen und Emotionen erkennen zu können. Dies fällt vielen Menschen ungeheuer schwer.

Emotionen mobilisieren und lenken unsere Energie.

Die Skala der Emotionalen Bewusstheit – Emotionen sind mehr als Gefühle

Emotionale Kompetenz | Skala der Emotionalen Bewusstheit

  • Hunger beispielsweise treibt uns dazu, unsere Aktivitäten zu unterbrechen und uns auf die Suche nach etwas Essbarem zu machen
  • Verunsicherung bewirkt, dass wir nicht weitermachen wie bisher, sondern erst einmal nach Orientierung suchen
  • Körperlicher Schmerz hält uns davon ab, den verletzten Körperteil noch weiter zu belasten
  • Mit Trauer signalisieren wir unserer Umgebung, dass wir Trost und Zuwendung brauchen
  • Mitgefühl veranlasst uns, uns Menschen zuzuwenden, denen es erkennbar schlecht geht
  • Eifersucht treibt uns dazu, Rivalen zu attackieren und nach Möglichkeit zu vertreiben....

Der Nutzen der Emotionen besteht darin, dass sie uns veranlassen, entsprechend unserer Wahrnehmung und Bewertung zu agieren.

Gedanken (Phantasien, Vermutungen, individuelle Wahrnehmungen) und nicht Tatsachen lösen Gefühle aus!

Unsere Interpretation und Bewertungen von Situationen lösen Gefühle aus.

So ist es nicht das heranrasende Motorrad, welches uns Angst bereitet, und auch nicht die erwartete Kollision, sondern unsere Bewertung, dass uns das schaden könnte und daher möglichst unbedingt vermieden werden muss.

Dass die Bewertung eine Schlüsselrolle spielt, wird deutlich, wenn Sie sich statt dem Motorrad einen großen Hund vorstellen, der laut bellend auf Sie zuläuft. Was ein erfahrener Hundeliebhaber als erfreuliche Abwechslung, wahrnimmt oder zumindest als ziemlich harmlose Situation empfinden wird, kann bei einem Menschen, der kürzlich erst von einem Hund gebissen wurden, eine Panikattacke auslösen.

Schlüsselrolle der Bewertung

Nicht der Hund selbst löst die Emotionen aus und auch nicht was wir "rein" sehen, sondern unsere Interpretation des Geschehens, unsere Beurteilung, ob das Herannahen des Hundes für uns eine gute, eine schlechte oder eine belanglose Nachricht ist.

Es ist unsere "Lebenserfahrung", das Hunde genau so sind wie sie (aus unserer Sicht) sind. Gut, schlecht oder neutral?

Das gilt für alle Emotionen: Wer zum Beispiel die Überzeugung gewonnen hat, dass sein Mitgefühl des Öfteren ausgenutzt wurde, wird auf Signale von Schmerz und Trauer emotional (!) sehr viel skeptischer und distanzierter reagieren als jemand, der sie unbezweifelbar für echt hält – oder weniger Sorge hat, ausgenützt zu werden.

Bewertungen und Überzeugungen

Das Selbstbild, die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und das Vertrauen, die aktuelle Situation bewältigen zu können sind von zentraler Bedeutung für die entstehende Gefühlslage.

Das Selbstvertrauen und der eigene Mut spielen für das Gefühl z.B.: der Angst eine besondere Rolle, da Mut ja das emotionale Gegenstück zur Angst ist. Doch das Selbstbild und der Lebensmut eines Menschen, sowie sein Bild von anderen beeinflussen auch alle anderen sozialen Gefühle. Welche sind das?

Selbstvertrauen und Mut

Ein Mensch, der seine Mitmenschen hauptsächlich als Konkurrenten und Gegner sieht, wird sämtliche Verhaltensweisen von ihnen mit einem Grundgefühl von Skepsis und Misstrauen betrachten. Aufgrund dieser "vorgefassten Meinung" können Sie dann sehr selten positive Gefühle gegenüber anderen Menschen empfinden.

Ein geselliger, optimistischer Mensch neigt eher dazu, anderen Menschen positive Gefühle wie Interesse, Wertschätzung und Hilfsbereitschaft entgegenzubringen. Zudem wird er sein Menschenbild bestätigt finden, wenn nicht alle, jedoch die meisten Menschen auf seine freundliche Zuwendung ihrerseits freundlich und zugewandt reagieren.

Unsere Überzeugungen beeinflussen unsere Gefühle

Es ist uns in aller Regel nicht bewusst, dass wir über unser Selbstbild ("So bin ich"), unser Menschenbild ("So sind die Menschen") und unser Weltbild ("So ist das Leben") zwangsläufig unsere Gefühlslage steuern. Unsere Bewertungen, Meinungen und Überzeugungen steuern uns.

Je nachdem, wie unsere spontane und weitgehend intuitive Bewertung ausfällt, mobilisieren wir schlagartig auch die entsprechenden Gefühle: Von Angst und Resignation über lockere Gelassenheit bis hin zu gespannter Aufmerksamkeit.

Das ist kein Denkprozess sondern unser „Autopilot“ unsere Verhaltenstendenz.

Dies gilt für alle Emotionen und auch unsere physiologischen Grundbedürfnisse. Hunger wird zwar durch ein Absinken unseres Blutzuckerspiegels erzeugt doch unsere Gedanken bestimmen, wie es nach der Wahrnehmung des Hungergefühls weitergeht!

Es gibt Menschen, die denken: "Ich muss jetzt unbedingt etwas essen, sonst kippe ich um!" Durch starke Hinwendung zu ihrer Befindlichkeit und ihr "Katastrophisieren" verstärken sie ihr Hungergefühl beträchtlich, was sie wiederum in ihrer Überzeugung bestätigt, dass schreckliche Dinge passieren werden, wenn sie nicht sofort etwas zu sich nehmen.

Andere erleben beim Absinken des Blutzuckerspiegels die gleiche "Leere in der Magengrube", nehmen sie jedoch nicht so wichtig, sondern machen sich dazu andere Gedanken wie: "Aha, ich bekomme allmählich Hunger. Gut, dass es in anderthalb Stunden etwas zu essen gibt!"

Dramatisieren und Abwiegeln

Wenn Menschen überall mit Trinkflaschen und Lebensmittelvorräten unterwegs sind, durchaus Ausdruck einer dramatisierenden Überbewertung unserer momentanen Befindlichkeiten: „eine verwöhnte Gesellschaft, deren meiste Mitglieder sich keinen Bedürfnisaufschub mehr zutrauen.

Das hat nichts damit zu tun, Härte zu predigen, unsensibel zu sein oder Gefühle nicht wahrnehmen zu wollen. Verwöhnung entmutigt Kinder: Sie bewirkt, dass sie sich nicht mehr zutrauen, auch nur geringe "Störgefühle" ertragen zu können – und diese Überzeugung nehmen sie natürlich auch in ihr späteres Leben mit.

So sind diese frühen Erfahrungen ein Beispiel, wie unsere Überzeugungen als Erwachsene entstehen und damit auch unsere Gefühle.

Individuelle Begleitung und Beeinflussung die durch das Zusammenspiel von Personen und deren Vertrauen, Willen, Emotionen, Wahrnehmungen und Wissen (also menschlich dominiert werden), lassen das Ergebnis oder auch den Verlauf von Veränderungen nur schwer voraussagen.

Durch die Beteiligten, deren geistige Präsenz, Bereitschaft zur Ehrlichkeit und Transparenz sowie deren Offenheit zum anderen kann sich erst die Vorgehensweise bzw. eine Lösung ergeben.

Ferner ist die Bereitschaft sich selbst einzubringen, also die Preisgabe von zum Teil auch intimen Informationen (Wahrnehmungen, Gefühlen, Erwartungen) von enormer um ein Vorankommen bzw. eine Lösung erzielen zu können.

Wir können davon ausgehen, dass die Bereitschaft zu Vertrauen, sich in den Prozess mit einzubringen, vom jeweiligen Selbstvertrauen und vorhergehenden Erfahrungen beeinflusst wird.

Das kann die zeitlichen Abläufe und die Vorgehensweise wesentlich beeinträchtigen.

Zudem ist das Maß an Veränderungswillen (Veränderungsbereitschaft) des jeweiligen Gegenübers prägend.

So kann es sein, dass um eine Organisationsentwicklung (Changemanagement) oder Konfliktlösung (Konfliktmoderation, Mediation) zu erzielen ein individuelles Coaching, mit aufzeigen von Verhaltenstendenzen , Glaubenssätzen und Erwartungen (Perspektiven, Wahrnehmungen) der jeweiligen Person, vorangehen sollte.

Hierfür gibt es für die Arbeitswelt als auch den privaten Bereichen verschiedene Ansätze bzw. Dienstleistungen (Lösungen):

Menschen bemühen sich oft, ihre Reaktionen, Verhaltensweisen, Überzeugungen und Gefühle wahrzunehmen und zu formulieren. Dazu ist ein geschützter Rahmen und Vertrauen notwendig.

Die Verantwortung für den Verlauf (Ablauf) der von uns angebotenen Dienstleistungen (Moderation, Mediation, Coaching, Training, Workshop) liegt im Wesentlichen bei den Beteiligten, also Ihnen selbst.

Wollen Sie wirklich (ganz bewusst, freiwillig, offen) eine Veränderung, sprich Verbesserung der Situation?
Bestehen der Glaube und die Hoffnung, dass sich was ändern lässt bzw. kann?

Krisenbewältigung | Change Management | Effektivität

Der Umgang mit Emotionen ist für das Change Management also wichtig, denn Veränderungsprozesse gehen mit Gefühlen einher: von Angst, Ärger und Wut bis hin zu Engagement und Begeisterung.

Menschen machen sich zu Veränderungen Gedanken und entwickeln auf dieser Basis der Gedanken und Erfahrungen sehr heftige Gefühle.

Change Management besteht also darin, diese Gefühle aufzunehmen, die dahinter stehenden Gedanken und Meinungen zu verstehen und sie durch geeignete Gespräche und Handlungen zu verändern, um so eine veränderte, positivere Gefühlslage zu bewirken.

Change Management ist damit letzten Endes nichts anderes als das "Führen von Gefühlen", um eine positive Einstellung bzw. Akzeptanz zu erreichen. Den Eindruck gehört zu werden, mitgenommen zu werden, Einwände und Bedenken geklärt zu bekommen… Das "Führen von Gefühlen" entpuppt sich damit als das „Führen von Gedanken“.

Aspekte der Veränderung klar und ehrlich benennen, damit sich die Mitarbeiter mit ihnen auseinandersetzen und schließlich ihren Frieden damit machen können.

Die Betroffenen sollten sagen können, dass sie mitgenommen wurden:

  • weil sowohl die Ziele (SMART) als auch der eingeschlagene Weg klar und nachvollziehbar waren,
  • weil sie ohne unnötige Schmerzen und Quälerei realisiert wurden,
  • weil die Mitarbeiter weitreichende Möglichkeiten zur Mitgestaltung hatten.

Es ist immer mit Widerstand und Konflikten zu rechnen…! Diesen aufzugreifen und konstruktiv damit umzugehen! Konflikte sind zu erkennen, daraus zu lernen und zu lösen. Für die Beteiligten und den Auftraggeber (Organisation, HR, Inhaber, Entscheider) macht das Sinn und bringt einen echten Nutzen.

Wichtig: Je größer und weitreichender ein Veränderungsprojekt ist, desto wichtiger wird das "Führen der Gefühle" auch auf Seiten des Top-Managements und HR. Das Mittelmanagement wird das "Projekt" mal wieder umsetzten und somit mit Konflikten und guter Kommunikation den Prozess hoffentlich zu Gunsten aller konstruktiv lösen.

Die o.a. Faktoren beeinflussen die Qualität und das Ergebnis des Prozesses als auch der Lösungsmöglichkeit.

Deshalb ist die Professionalität (Wissen, Praxis, Tools, Erfahrung, Emotionale Kompetenz, Mut, Einfühlungsvermögen und Werte) des Dienstleisters (Coach, Berater, Mediator) so wichtig. Gemeinsam sind die Vorteile der Veränderung bzw. Verbesserung für die Zukunft herauszuarbeiten.

Wie Gedanken und die Einstellung Konflikte hervorrufen oder auch lösen!

Alle Menschen befinden sich im Lernprozess des Lebens. In dieser Schule gibt es Lernende, die in gewissen „Fächern“ leichter lernen und voran kommen als andere. Dafür tun sich diese Lernenden in anderen „Fächern“ wieder schwerer als jene.

Somit gibt also für Keinen, einen Grund, die Unvollkommenheiten anderer, egal welcher Art diese auch sein mögen, zu belächeln, zu kritisieren oder gar zu bekämpfen, denn jeder andere hätte genau so viel Gründe, dasselbe mit ihm zu tun.

Es gilt also, nach den inneren Einstellungen und Überzeugungen zu suchen, welche den Konflikt ausgelöst und den Ärger oder die Erregung geradezu provoziert haben - und zwar bei sich selbst!

Dabei werden immer irgendwelche Gedankenmuster und Einstellungen gefunden, die uns so und nicht anders handeln lassen. Diese Überzeugungen (Prinzipien, Phantasien, Gedanken) werden immer für richtig gehalten, zumal andere Menschen genau so oder ähnlich denken. Daher ist auch so schwer, sie als Ursache zu erkennen und anzunehmen.

Wenn wir nun bedenken, dass kein Mensch die Wahrheit hat, und niemand wirklich weiß, was gut und was schlecht ist, dann gelingt es eher, eine neutrale Position einzunehmen und selbst festgefahrene Glaubenssätze kritisch zu hinterfragen und schließlich durch andere zu ersetzen.

Es sollte daher geschaut werden, ob die Ansichten anderer genügend und im selben Maße wie die eigenen respektiert und als solche akzeptiert werden, auch wenn sie als unvollkommen oder falsch erscheinen.

Es sollte daher geprüft werden, ob denn weiterhin auf der Alleinherrschaft über das bisherige Revier bestanden wird, oder ob man zu einer freiwilligen Abgabe eines Teils der Verantwortung bereit ist.

Gleichzeitig sollte der Blick in die entgegengesetzte Richtung gewendet und dort nach neuen Möglichkeiten und Werten Ausschau gehalten werden.

Durch die Aufgabe der bisherigen Position im Innen wie im Außen ergeben sich eventuell ganz neue Perspektiven und öffnen sich Horizonte für nützlichere Tätigkeiten, die in erster Linie der eigenen Entwicklung dienen. In dem Maße, wie dies gelingt, gewinnen auch die Ansichten und Haltungen der anderen Beteiligten einen neuen Stellenwert.

Der äußere Konflikt dient zu nichts anderem, als den Menschen auf seinen geistigen Zustand aufmerksam zu machen, damit er seinem Bewusstsein einer eingehenden Prüfung unterziehen und dann korrigieren kann.

Einflüsse auf den Mitarbeiter | Individum | Organisationsentwicklung

Nach einer solchen Selbstberichtigung wird sich der Konflikt auflösen und negative Gefühle wie Trauer, Angst, Ärger verkleinern oder gar verschwinden. Wenn Sie das wollen!

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir unterstützen Sie gerne!

Autor:

Ulrich Schmezer
Business Coach | Mediator

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